Daniel Greiner

Bildhauer, Grafiker, Schrift­steller

* 1872 in Pforzheim - † 1943 in Jugenheim

Aus einer kinder­reichen Prediger­familie kommend studierte Greiner zunächst Philo­sophie und Theologie in Gießen, um an­schließend in Schotten eine Stelle als Geist­licher anzutreten. Bald aber galt sein Interesse aus­schließ­lich dem künstler­ischen Schaffen. Er besuchte die Pariser Akademie und bildete sich in Berlin zum Bildhauer aus. 1903 wurde Greiners Werke in der Darm­städter Kunsthalle aus­gestellt, im selben Jahr konnte er Mitglied der Künstler­kolonie werden. 1906 zog er mit seiner Familie an die Bergstraße nach Jugenheim, wo er die „Werkstätte für Grabma­lkunst Greiner und Guth“ und auch einen eigenen Verlag für die Ver­öffentlichung seiner grafischen Arbeiten gründete. Als Mitglied der KPD und zeitweise auch deren Ab­geordneter litten er und seine kinder­reiche Familie zur Zeit der national­sozialistischen Herrschaft unter Armut und künstler­ischer Isolation.